Ich bin zwar bemüht möglichst auf systemd zu verzichten, es gibt aber Rechner, da greife ich lieber zu einer Distro die problemlos mit der verbauten Hardware funktioniert. Und leide dann eben unter dem hervorragenden systemd. Zum Beispiel ein Lenovo Yoga X380, wegen des Multitouch Display lieber mit SolusOS als mit Artix oder devuan.
Da ging plötzlich kein Ton mehr, KDE fand keine Treiber und keine Hardware für den sound. Komisch. Hmm, kann ja mal etwas schiefgehen, bei den Updates, also die Firmware einfach mal neu installiert, zwangsweise. Und da gab es einen Fehler beim Einrichten, systemd fand ein Verzeichnis nicht. Dass der Fehler beim aufgezwungenen Init-System liegt, habe ich nicht erwartet, die Fehlermeldung ignoriert. Und da die Sound-Treiber immer noch nicht geladen waren, eben diese zwangsweise neu installiert. Und da gab es einen Fehler beim Einrichten, systemd fand ein Verzeichnis nicht. Könnte es doch an systemd liegen? Naja, man kann ja auch systemd mal zwangsweise neu installieren, das sollte die notwendigen Verzeichnisse ja wohl wieder herstellen. Also zwangsweise systemd neu installiert. Und da gab es einen Fehler beim Einrichten, systemd fand ein Verzeichnis nicht. Vielleicht sollte man sich den Fehler mal genauer ansehen ...
Beim Starten von systemd wurde gemeckert, dass das Verzeichnis /etc/systemd/user nicht vorhanden wäre. Dann schauen wir mal nach. Naja, user war schon da, aber als Datei. Kein Scherz. Und nein, der Nutzer des Laptops hat das mit absoluter Sicherheit nicht von einem Verzeichnis zu einer Datei geändert. Und ja, das war mal anders und hat funktioniert.
Meine krude Lösung, die Datei /etc/systemd/user löschen, das Verzeichnis /etc/systemd/user neu anlegen, die Rechte wie von /etc/systemd/system vergeben. Und systemd einmal neu installieren. Funktioniert, keine Fehlermeldung, Treiber sind da, Ton kommt aus den Lautsprechern.
Die erlittene Erfahrung: Wenn es darauf ankommt: Nur GNU/Linux ohne systemd einsetzen!!!
Bemerkung zur SolusOS: Nein, der Fehler muss nicht zwangsweise auftreten. Ich habe auch noch ein Lenovo X13 Yoga, mit einem anderen Vorgehen bei den Updates, dass den Fehler nicht hatte.
Bemerkung zu Lenovo Yoga: Trotz der Intel-Prozessoren sind die Teile überraschend praktisch. Leicht, Akku sollte ausreichen für einen Tag. Hardware wird von Linux unterstützt, inklusive Multitouch-Display und Stifteingabe. Für die Aufgaben unterwegs ist der fest verlötete Speicher von 8 oder 16GB für Linux ausreichend. Nachdem ich das Format kenne, würde ich einen Yoga einem normalen Laptop jederzeit vorziehen. Außer es gibt eine spezifische Anforderung die mehr Leistung, Speicher oder Bildschirm erfordert.